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Der folgende Bauherr in Spe hatte bei uns einen Angebotsvergleich von 3 Hausanbietern machen lassen und wir hatten ihm von einem Anbieter gleich abgeraten und bei den beiden anderen auf spürbare Unterschiede in der Ausstattung hingewiesen.
Lassen Sie mich anhand des folgenden eMail-Dialogs noch einmal 3 wichtige Punkte herausarbeiten.
1. Zur Vergleichbarkeit von Angeboten
Bauherr:
“Alle Anbieter haben nach gleichen Gesichtspunkten angeboten (es wurden alle Angaben zu den Zusatzleistungen, Eigenleistungen etc. gemacht). Natürlich unterscheidet sich jede BLB im Detail.”
Mein Kommentar:
Genau. Jede Bauleistungsbeschreibung unterscheidet sich im Detail. Aber das bedeutet nichts anderes, als dass die Angebote eben nicht vergleichbar sind.
Denn Unterschiede in der BLB bedeuten immer auch Unterschiede in der Qualität und damit Unterschiede im Preis. Im Ihrem Fall (gerechtfertigte) Preisunterschiede im mittleren 5-stelligen Bereich!
2. Zum Preis
Bauherr:
“Da uns die Angebote der beiden Firmen trotzdem noch zu hoch vorkommen und keiner der Beiden preislich etwas tun will, haben wir beschlossen noch weitere Firmen anzufragen.”
Mein Kommentar:
Die Tatsache, dass beide Firmen “preislich nichts mehr tun” (= Rabatt geben) wollen, zeigt, dass sie an ihrem preislichen Limit angekommen sind und eher auf den Auftrag verzichten, als keinen Gewinn zu erwirtschaften. Das ist kein Zeichen von Geldgier oder Sturheit, sondern von unternehmerischer Umsicht.
Ein Unternehmen, das keinen Gewinn macht, nützt auch Ihnen als Bauherr nichts. Denn dieses Unternehmen wird es nicht mehr lange geben.
Die Weigerung, weitere Rabatte zu gewähren, zeigt außerdem, dass beide Firmen offensichtlich sorgfältig kalkuliert haben. Denn wer mal eben Rabatt geben kann, hat entweder vorher etwas draufgeschlagen oder er braucht dringend Arbeit (und ist akut insolvenzgefährdet).
3. Zum Thema Einzelvergabe
Bauherr:
“Ich habe auch schon überlegt das Haus in Einzelgewerken zu vergeben. Ich muss dazu sagen das ich aus dem Handwerk komme und zu einigen Gewerken schon Ahnung mitbringe. Was meinen Sie dazu? Macht es Sinn und erspart man sich dadurch was? Würden Sie in so einem Fall auch die gesamte Baubegleitung übernehmen? Die Zeit dazu 3-4 Monate länger zu bauen hätten wir.”
Mein Kommentar:
Um Himmels Willen – NEIN! Lesen Sie unseren Beitrag “Die 10 schlimmsten Fehler beim Hausbau“. Dort steht klipp und klar, auf was Einzelvergabe in der Regel rausläuft: Ein Stress- und Kosten-Fass ohne Boden.
Herzlichst, Ihr Hausfreund
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