Was darf Ihr Hausbau kosten?
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Telefonat mit einem Bauträger, dessen Leistungsbeschreibung wir prüfen sollten: Sagen Sie mal, warum nehmen Sie überall nur das Billigste vom Billigsten? Das kann man das doch auch besser bauen. Seine entwaffnend ehrliche Antwort: Natürlich, aber nicht zu dem Preis. Im Amerikanischen gibt es dafür den Spruch “You get what you pay”. Kein Hersteller kann zaubern. Höchstens tricksen. Auch die Mengeneffekte beim Einkauf sind kleiner, als man denkt. Denn selbst große Hersteller bleiben im kleinen einstelligen Prozentbereich aller gebauten Häuser. Hausbau-Kosten Von angenommen 200.000 EUR Hauspreis gehen schon mal rund 32.000 EUR als Mwst. an den Staat. Weitere 20.000 EUR an unterschiedlichsten Abgaben kommen später noch dazu. Mindestens. Vertriebs- und Marketingaufwendungen, sowie die Kosten für den Bau und Betrieb von Musterhäusern etc. schlagen je nach Hersteller mit 10-20% des Kaufpreises zu Buche. Macht im Mittel nochmal rund 25.000 EUR. Von 200.000 EUR Hauspreis bleiben 120.000 EUR übrig Dass dabei die Spielräume für Preisunterschiede eher gering sind, sollte auch Menschen ohne kaufmännische Ausbildung klar sein. Billiger geht immer Und wer meint, das als Bauherr zu bemerken oder beurteilen zu können, irrt sich gewaltig. Ehrlich gesagt habe ich bei aller Bitternis für die Betroffenen kein Mitleid mehr mit Bauherren, die meinen, beim Hausbau ohne Abstriche an der Qualität mal eben 20.000 EUR oder mehr sparen zu können. Wie blauäugig muss man sein, um das ernsthaft zu glauben? Unwissenheit + Beratungsresistenz = teurer Hausbau Es ist zwar hart, aber wer auf die (oftmals kostenfreien) Beratungsangebote verzichtet, verdient es nicht anders, als auf die Nase zu fallen. Herzlichst, Ihr Hausfreund |
